Theaterstück "Der Hüttenmatths"

Theater im Kupferhammer

Ein besonderes Erlebnis im altehrwürdigen Kupferhammer der Saigerhütte ist eine Theateraufführung der Sage vom Hüttenmatths. Als Ein-Personen-Stück gestalten hier Schauspieler der Region diese alte Sage aus der Saigerhütte zu Grünthal in der Kulisse des ältesten Hammerwerkes Sachsens.


Das Stück: Die Sage "Der Grünthaler Hüttenmatths"

Im September 1711 soll es gewesen sein, dass der russische Zar Peter I. die Saigerhütte Grünthal besuchte und seinen berühmten Hammerritt vollführte.

Der Hammerverwalter Matthes war geblendet durch all den Glanz und Reichtum der Herrschaften. Sein größter Wunsch war es, ebenfalls so reich zu sein. Deshalb schloss er einen Pakt mit dem Teufel. Matthes sollte nun immer genug Geld haben. Als Gegenleistung musste sein ältestes Kind nach 7 Jahren dem Bösen gehören. Da die Ehe seit 20 Jahren kinderlos war, versprach Matthes dies leichtfertig.   

Zu Hause angekommen, teilte ihm seine Frau jedoch mit, dass der Wunsch nach einem Kind sich nun doch erfüllen würde. Der Hammerverwalter war nun ein reicher Mann, aber das Böse, in dessen Gewalt er sich begeben hatte, kehrte die Freude in Angst und Grauen. Sein Sohn wurde geboren, die Frau bezahlte es mit ihrem Leben.

Die Jahre vergingen, der Sohn wuchs heran. Mit jedem Tag stieg in dem Hammerverwalter die Angst. Schließlich wandte er sich Hilfe suchend an einen weisen Mann, um von dem Pakt los zu kommen. Der versprach, mit dem Teufel zu verhandeln. Matthes sollte jedoch dem Gespräch nicht lauschen.

Aber er befolgte das Gebot nicht und spähte durch's Fenster. Voller Angst verkroch er sich dann in der leeren Hundehütte neben dem Haus. Da fuhr der Böse aus dem Haus und es gellte eine schrille Stimme: „Matthes, bleibe, was du gewesen bist ein Leben lang – ein Hund!“.

Von Stund an hat niemand mehr den Hütten-Matthes gesehen. Aber seit dieser Zeit kann man dort einem großen, schwarzen Hund – dem „Hüttenmatths“ -  begegnen, der ruhelos umher irrt. Einem Wanderer,

der ihn neckt, springt er auf den Rücken und lässt sich in die Nähe der Saigerhütte tragen. Einem freundlich gesinnten Menschen hat er noch nie etwas getan.

Den historischen Hintergrund für diese Sage stellt die Badereise des russischen Landesherrn im September 1711 nach Karlsbad, dem heutigen Karlovy Vary, dar, bei der er auch Freiberg besuchte.

Im Juli des Vorjahres reiste sein Sohn, Peter Alexius, in Vorbereitung dieser Kur nach Karlsbad. Dabei besuchte er am 10. Juli 1710 auch die Saigerhütte Grünthal, um die Entsilberung von Schwarzkupfer durch das Saigerverfahren zu beobachten.

(Quellen:
Kasper, Hanns-Heinz, Von der Saigerhütte zum Kupferhammer Grünthal, S. 67;
Die Kupferhämmer und die Schmiede der Saigerhütte Grünthal, S. 20 ff)


Buchungen

Bei Buchung des Theaterstücks "Der Hüttenmatths" gilt folgender Preis :

Personengruppen bis 30 Personen:   Preis auf Anfrage       

Zusätzlich wird dazu der reguläre Eintrittspreis (mit Führung) in den Kupferhammer erhoben.

Dieses Angebot ist gültig von01.Apr.2017 bis 31.Dez.2023

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Der Denkmalkomplex Saigerhütte ist einer der bemerkenswertesten europäischen Standorte zur Geschichte des Hüttenwesens und untrennbar mit dem erzgebirgischen Silberbergbau verbunden. Anlässlich des 500. Geburtstages von Georgius Agricola öffnete 1994 auf Anregung von Dr. Hanns-Heinz Kasper eine...
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